OBEN - j-n von oben herab ansehen
Hochmütig auf j-n herabsehen; sich j-m gegenüber so benehmen,
als sei man mehr wert:
Es ist ihre Art, neue Kolleginnen von oben herab anzusehen.
- von oben bis unten
Sehr gründlich, ganz und gar:
Bei der Vorstellung musterte mich der Chef von oben bis unten.
OBENAUF - wieder obenauf sein
Die Krankheit oder die Schwierigkeit überwunden haben:
Nach der langen Krankheit fuhr er zur Kur, und nun ist er wieder
obenauf.
- immer obenauf sein
Immer gute Laune haben:
Mein Freund ist ein feiner Mensch. Wenn es ihm noch so schlecht
geht, ist er immer obenauf.
OBENHIN - etwas nur so obenhin tun
Etwas flüchtig, oberflächlich, nebenbei tun:
Einen genauen Eindruck habe ich nicht von dem Bild, denn ich habe
es nur so obenhin angesehen.
Unser Pfarrer hat für jeden ein offenes Ohr.
OBERWASSER - Oberwasser haben
Im Vorteil sein:
Wenn du dich dauernd von ihr bevormunden läßt, hat sie bald
Oberwasser.
OFFEN - ein offenes Haus haben oder führen
Viele Gäste haben:
Als wir noch vermögend waren, hatten wir immer ein offenes Haus.
- ein offenes Ohr haben
Sich für die Sorgen und Nöte anderer interessieren und hilfsbereit
sein:
Unser Pfarrer hat für jeden ein offenes Ohr.
- mit offenen Augen ins Unglück rennen
Ins Unglück laufen, obwohl man es eigentlich erkennen müßte:
Anstatt sie vor dem Schwindler zu warnen, ließen sie sie mit offenen
Augen ins Unglück rennen.
• - offene Türen einrennen -
Gegen Widerstände kämpfen, die gar nicht vorhanden sind:
Bemühe dich nicht, uns zu überzeugen! Merkst du denn nicht, daß
du offene Türen einrennst?
ÖFFNEN - j-m die Augen öffnen
J-n aufklären: mm
Über deinen sogenannten Freund muß ich dir wirklich einmal die
Augen öffnen.
OHNE - er (es) ist nicht (so) ohne
Er (es) ist nicht so, wie es den Anschein hat; er (es) kann unangenehm
werden:
Mein Chef ist nicht so ohne. - Die Sache sieht so harmlos aus, dabei
ist sie nicht so ohne.
OHR - die Ohren spitzen
Aufmerksam zuhören:
Kinder spitzen besonders die Ohren, wenn sie etwas nicht hören sollen.
- auf den Ohren sitzen
Nichts hören:
Hast du denn das Klingeln nicht gehört? Du sitzt wohl auf den Ohren.
,
- ein feines Ohr für etwas haben
Etwas schnell begreifen, etwas schnell merken:
Mutter hat für Unwahrheiten immer ein feines Ohr gehabt.
- ich bin ganz Ohr
Ich höre genau zu:
Du wolltest mir doch etwas erzählen. — Bitte, ich bin ganz Ohr.
- die Wände haben Ohren
Es lauscht j-d:
Wenn du mir etwas anvertrauen willst, sprich bitte leise! Die Wände
haben Ohren.
- noch nicht trocken hinter den Ohren sein
Unreif, unerfahren sein:
Du kannst noch gar nicht mitreden, du bist ja noch gar nicht trocken
hinter den Ohren.
- sich etwas hinter die Ohren schreiben
Sich etwas merken:
Was ich dir jetzt zu sagen habe, solltest du dir hinter die Ohren
schreiben.
- j-m in den Ohren liegen
J-n mit Bitten quälen:
Sie lag ihm dauernd wegen eines neuen Pelzmantels in den Ohren,
- bis über beide Ohren verliebt sein
Vollständig verliebt sein:
Ich glaube, du bist bis über beide Ohren verliebt.
- j-n übers Ohr hauen
J-n betrügen:
Er wird nicht klüger, immer wieder läßt er sich übers Ohr hauen.
- sich die Nacht um die Ohren schlagen
In der Nacht kaum oder gar nicht zum Schlafen kommen:
Als ich noch jung war, habe ich mir manche Nacht mit Vergnügungen
um die Ohren geschlagen.
ÖL - öl ins Feuer gießen
Die Wut, Erregung steigern:
Warum haben Sie das noch gesagt? Damit haben Sie noch öl ins
Feuer gegossen.
ÖLGÖTZE - wie ein Ölgötze dastehen (dasitzen) (starker Ausdruck)
Unbeweglich, stur dastehen (dasitzen):
Was stehst du denn hier herum wie ein Ölgötze?
ORDNUNG - j-n zur Ordnung rufen
J-n eindringlich ermahnen:
Der Richter mußte den Angeklagten mehrmals zur Ordnung rufen.
- in Ordnung gehen
J-s Wunsch entsprechen, keine Schwierigkeiten machen:
Machen Sie sich keine Sorgen. Die Sache geht schon in Ordnung.

 

 

 

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