NACH - nach wie vor
Schon immer, noch immer:
Er war nach wie vor an dem Hauskauf interessiert.
NACHSAGEN - das lasse ich mir nicht nachsagen
Ich sorge dafür, daß man das nicht von mir sagt oder denkt:
„Daß ich geizig sein soll, lasse ich mir nicht nachsagen", rief er seinen
Kollegen zu und lud alle zu einer Runde Bier ein.
NACHT - häßlich wie die Nacht
Sehr häßlich:
Wenn jemand sagt, Willis Frau sei häßlich wie die Nacht, so ist das
maßlos übertrieben.
NACKEN - j-m den Nacken beugen
J-n gefügig machen:
Er hatte es immer darauf abgesehen, seinen Untergebenen den Nakken
zu beugen.
- j-m im Nacken sitzen
J-n verfolgen:
Es war eine Flucht auf Leben und Tod, denn die Haie saßen ihm fast
schon im Nacken.
NACKT - die nackte Wahrheit
Die reine Wahrheit:
Was ich jetzt erzähle, ist kaum zu glauben, aber es ist die nackte
Wahrheit.
- sein nacktes Leben retten
Nichts als sein Leben retten:
Bei der Überschwemmung konnten viele nur ihr nacktes Leben retten.
NADELSTICH - j-m Nadelstiche versetzen
J-n mit vielen kleinen Bosheiten ärgern:
Jeder geht ihm aus dem Wege, denn bei jeder Gelegenheit versucht
er, anderen Nadelstiche zu versetzen.
NAGEL - den Nagel auf den Kopf treffen
Genau das Richtige sagen:
Mit deiner Bemerkung hast du den Nagefcauf den Kopf getroffen.
NAHE - j-m zu nahe kommen
J-n belästigen:
Als er ihr zu nahe kam, rief sie um Hilfe.
- j-m zu nahe treten
J-n beleidigen:
Ich möSte über sie lieber nichts sagen, denn ich will ihr nicht zu
nahe treten.
NAME - sich einen Namen machen
Bekannt werden:
Mit seiner Kunst hat er sich in kurzer Zeit einen Namen gemacht.
- das Ding oder Kind beim rechten oder richtigen Namen nennen
Über etwas offen sprechen:
Was andere von mir denken, ist mir gleich. Ich bin es jedenfalls gewohnt,
das Ding (oder Kind) beim rechten Namen zu nennen.
NARR - j-n zum Narren halten
Sich über j-n lustig machen, ohne daß er es merkt:
Nur die Dummen glauben, andere zum Narren halten zu können.
- er hat einen Narren an ihm gefressen
Siehe FRESSEN.
NASE - die Nase über j-n (etwas) rümpfen
J-n (etwas) verachten:
Bevor man über andere die Nase rümpft, sollte man sich erst selbst
kritisch betrachten.
die Nase in alles stecken
- eine feine Nase für etwas haben
Etwas merken:
Er hat eine feine Nase für Geschäfte, die Gewinn abwerfen.
- von etwas die Nase oder die Schnauze (derb) (gestrichen)
voll haben
Einer Sache überdrüssig sein, von einer Sache (reichlich) genug
haben:
Vergnügen ist etwas Schönes, aber wenn es zuviel wird, hat man sehr
bald die Nase voll davon.
- die Nase in alles oder in jeden Dreck (starker Ausdruck)
stecken
Sich für Dinge interessieren, die einen nichts angehen:
Wie oft wurde ihm schon verboten, seine Nase in Dinge zu stecken,
die ihn nichts angehen.
- Mund und Nase aufsperren
Staunen:
Als die Eheleute von ihrem Glück erfuhren, sperrten sie vor Überraschung
Mund und Nase auf.
- das habe ich dir an der Nasen(spitze) angesehen
Das habe ich dir auf den ersten Blick angesehen:
Du hast wohl heute deine Schularbeiten nicht gemacht? Das sehe ich
dir doch an der Nasenspitze an.
- fassen Sie sich an Ihre (eigene) Nase
Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Angelegenheiten:
Bevor Sie Ihre Kollegen kritisieren, fassen Sie sich lieber an Ihre eigene
Nase.
- auf der Nase liegen
Krank sein:
Mit der Erkältung habe ich über eine Woche auf der Nase gelegen.
- j-n mit der Nase auf etwas stoßen
J-n auf etwas hinweisen, damit er es merkt:
Mancher ist so begriffsstutzig, daß er nicht merkt, was um ihn herum
vorgeht. Man muß ihn erst mit der Nase auf alles stoßen.
- j-m etwas vor der Nase wegschnappen
J-m etwas wegnehmen, was er schon zu besitzen glaubte:
Beim Ausverkauf versucht einer dem anderen das beste Stück vor
der Nase wegzuschnappen.
- der Zug fuhr mir vor der Nase weg
Der Zug fuhr gerade ab, als ich ankam:
Als ich zum Bahnhof kam, fuhr mir der Zug glattweg vor der Nase
weg.
- j-m etwas unter die Nase reiben
J-m Vorhaltungen wegen etwas machen:
Die Verfehlung wurde ihm von seiner Frau immer wieder unter die
Nase gerieben.
NASE(N)LANG - alle nase(n)lang
Sehr oft:
Es ist gefährlich, spät abends allein auf die Straße zu gehen. Alle
nase(n)lang liest man von nächtlichen Überfällen.
NEBEL - bei Nacht und Nebel
In der Dunkelheit, heimlich:
Um der Gewaltherrschaft zu entgehen, flüchteten viele Einwohner
bei Nacht und Nebel.
NEHMEN - j-n beim Wort nehmen
Auf dem bestehen, was j-d gesagt oder versprochen hat:
Du hast mir das versprochen. Und jetzt nehme ich dich beim Wort.
- j-n zu nehmen wissen
Mit j-m umzugehen verstehen:
Er ist ein guter Geschäftsmann, denn er weiß seine Kunden zu nehmen.
- sich etwas nicht nehmen lassen
Nicht auf etwas verzichten:
Viele ließen es sich trotz des schlechten Wetters nicht nehmen, die
siegreiche Mannschaft auf dem Flugplatz zu begrüßen.
- Reißaus nehmen
Eiligst davonlaufen:
Als die Polizei eintraf, nahmen die Einbrecher schleunigst Reißaus.
NEIN - er kann nicht nein sagen
Er kann nichts ablehnen, er ist gutmütig
Immer gibt er ihren Wünschen nach, er kann einfach nicht nein sagen.
NENNER - alles auf einen Nenner bringen
Alles aufeinander anpassen:
Es ist schwer, alle eure Wünsche auf einen Nenner zu bringen.
NERV - j-m auf die Nerven fallen oder gehen
J-n nervös machen, j-m lästig werden:
Die alte Frau geht mir mit ihrem dummen Gesch wätz auf die Nerven.
NESSEL - sich in die Nesseln setzen
Sich in eine unangenehme Lage bringen:
Handelsvertreter sollte man nicht in seine Wohnung einlassen, man
kann sich damit allzu leicht in die Nesseln setzen.
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NEST - ein kleines Nest
Ein kleiner Ort:
Es war nur ein kleines Nest, und wir hatten nicht die geringste Abwechslung.
NETT - das kann ja nett werden! (ironisch)
Wir müssen uns auf unangenehme Dinge gefaßt machen:
Morgen kommt der Revisor in unsere Bank. — Das kann ja nett werden!
NETZ - j-m ins Netz gehen
Sich von j-m überlisten lassen:
Der Betrüger ist der Polizei ins Netz gegangen.
NEUN - ach du grüne Neune! (starker Ausdruck)
Ist das eine Überraschung!:
Richards Frau hat jetzt zum zweiten Mal Zwillinge bekommen? —
Ach du grüne Neune!
NICHTS - die Arbeit war für nichts und wieder nichts
Die Arbeit war vergebens:
Wir haben uns alle Mühe gegeben, aber die ganze Arbeit war für
nichts und wieder nichts.
- es bleibt mir weiter nichts übrig
Ich habe keine andere Wahl:
Da ich hohes Fieber hatte, blieb mir nichts anderes übrig, als im Bett
zu bleiben.
- zu nichts kommen
Keinen Erfolg haben:
Von allen Seiten wurde ihm geholfen, aber er kam trotzdem zu
nichts.
NIMMERWIEDERSEHEN - auf Nimmerwiedersehen verschwinden
Für immer verschwinden:
Der Hotelgast verschwand, ohne seine Rechnung zu bezahlen, auf
Nimmerwiedersehen.
139
NOCH - noch und noch
Sehr viel:
Ich kann noch und noch Geld für dich ausgeben. Du bist immer
noch nicht zufrieden.
- das wäre ja noch schöner! (ironisch)
(Ausdruck der Entrüstung oder Ablehnung) Das gibt es gar nicht,
das kommt nicht in Frage, das werden wir ja sehen:
Er will den Schaden nicht bezahlen? Das wäre ja noch schöner!
NORMAL - nicht (ganz) normal sein
(Etwas) schwachsinnig sein:
Das Kind von Müllers soll nicht ganz normal sein.
NOT - seine liebe Not mit j-m (mit etwas) haben
Viel Mühe und Arbeit mit j-m (mit etwas) haben:
Die arme Frau hatte mit ihren vielen Kindern ihre liebe Not.
- wenn Not am Mann ist
Im Notfalle:
Wenn Not am Mann ist, müssen bei der Ernte sogar die Kinder mithelfen.
- mit Mühe und Not oder mit knapper Not
Mit großen Schwierigkeiten:
Mit Mühe und Not wurden bei dem Brand alle Hausbewohner gerettet.
- zur Not
Allenfalls, gerade noch:
Ihre Leistungen reichen zur Not für eine Versetzung in die nächste
Klasse.
NUMMER - auf Nummer Sicher
Im, ins Gefängnis:
Ihr Sohn war kriminell und verbrachte die meiste Zeit seines Lebens
auf Nummer Sicher.
IAO
harte Nüsse zu knacken haben
- er hat eine gute Nummer bei meinem Chef
Er wird von meinem Chef sehr geschätzt:
Du hast beim Chef keine gute Nummer.
NUSS - harte Nüsse zu knacken haben
Schwierige Probleme zu lösen haben, vor großen Schwierigkeiten
stehen:
Als Detektiv haben Sie sicher recht harte Nüsse zu knacken.

 

 

 

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