MACHEN - das läßt sich machen
Das ist möglich:
Kann ich für diese Maschine noch eine Flugkarte bekommen? — Ja,
das läßt sich noch machen.
- sich nichts (nicht viel, wenig) daraus machen
Etwas nicht (nicht sehr gern) mögen:
Korpulente Menschen machen sich nicht viel aus Sport.
- das macht sich sehr gut
Das sieht sehr gut aus, das paßt sehr gut:
Der Gürtel macht sich an dem Kleid sehr gut.
MACHTWORT - mit j-m ein Machtwort sprechen
Energisch mit j-m sprechen:
Willst du nicht mit deinem Sohn wegen seiner Faulheit in der Schule
ein Machtwort sprechen?
MÄDCHEN - er ist Mädchen für alles
Er kann oder muß alle Arbeiten tun:
In seiner Firma ist er Mädchen für alles.
MAGEN - j-d (etwas) liegt mir schwer im Magen
1. J-n nicht leiden können:
Wegen seines dreisten Benehmens liegt er mir schon seit langem
schwer im Magen.
2. Etwas macht mir große Sorgen, ärgert mich:
Die unangenehme Nachricht liegt mir noch schwer im Magen.
MALEN - mal nicht den Teufel an die Wand
Beschwöre mit deinem Schwarzsehen nicht das Unheil herauf:
Warum sollte gerade das Flugzeug, jnit dem sie fliegt, abstürzen.
Mal nur nicht den Teufel an die Wand!
MANN - seinen Mann stehen
Eine schwierige Arbeit oder Situation meistern, gute Arbeit tun:
Nach dem Tode ihres Mannes übernahm sie die Firma. Sie stand
dort ihren Mann, bis ihr Sohn Firmenchef wurde.
- seine Ware an den Mann bringen
Seine Ware verkaufen:
Und wenn die Geschäfte noch so schlecht gehen, er versteht es immer,
seine Ware an den Mann zu bringen.
MARK - durch Mark und Bein gehen
Durchdringend sein, durch und durch gehen (Bein = Knochen):
Der Schrei des Verletzten ging mir durch Mark und Bein.
MAUL - j-m ums Maul gehen oder j-m Honig ums Maul schnüe>
ren
Sagen, was jemand gern hört; j-m schmeicheln:
Er ließ keine Gelegenheit vorübergehen, seinem Vorgesetzten u/m]
Maul zu gehen (oder Honig ums Maul zu schmieren).
Siehe auch MUND.
MAULAFFE - Maulaffen feilhalten (starker Ausdruck)
Untätig zusehen (Aus dem Plattdeutschen: dat Mul apen halten =
das Maul offenhalten - vor Staunen oder Neugier):
Was stehst du herum und hältst Maulaffen feil!
MEHR - nach mehr schmecken
So gut schmecken, daß man mehr davon haben möchte:
Der Wein ist vorzüglich, er schmeckt nach mehr.
MEILE - drei Meilen gegen den Wind riechen
Etwas ahnen, voraussehen:
Daß an dem Geschäft etwas faul ist, riecht man schon drei Meilen
gegen den Wind.
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MEIN - mein und dein verwechseln oder nicht unterscheiden
können
Es mit fremdem Besitz nicht so genau nehmen, sich etwas aneignen:
Er kann mein und dein nicht unterscheiden (oder verwechselt mein
und dein).
MELDEN - nichts zu melden haben
Nichts zu sagen haben:
Viele schikanieren ihre Untergebenen, weil sie zu Hause nichts zu
melden haben.
MESSER - j-m das Messer auf die Brust setzen
J-m mit dem Ruin drohen:
Mit der Drohung, ihn zu verklagen, setzte der Gläubiger dem
Schuldner das Messer auf die Brust.
- auf des Messers Schneide stehen
Siehe STEHEN.
MIENE - gute Miene zum bösen Spiel machen
Sich mit seinem Schicksal oder seiner Lage abfinden:
Obwohl er sich auf der Faschingsparty gar nicht wohl fühlte, machte
er gute Miene zum bösen Spiel.
MIR - mir nichts, dir nichts
Ohne Umstände:
Sie kam mir nichts, dir nichts ins Zimmer.
MITKÖNNEN - mit j-m nicht mitkönnen
Etwas nicht so gut können wie der andere:
Obwohl es im allgemeinen eine ausgezeichnete Mannschaft war,
Stellte sich doch bald heraus, daß sie mit einem so harten Gegner
nicht mitkonnte.
MITSPIELEN - j-m übel mitspielen
J-m großen Schaden zufügen:
Ihr früherer Verlobter hat ihr übel mitgespielt.
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MOND - die Uhr geht nach dem Mond
Die Uhr geht ungenau:
Ich hatte keine Ahnung, wie spät es war, denn meine Uhr ging nach
dem Mond.
- hinter dem Mond leben
Rückständig sein:
Die Leute in diesem Dorf leben wirklich hinter dem Mond.
MONDSCHEIN - er kann mir im Mondschein begegnen (derber
Ausdruck)
Er ist mir gleichgültig:
Mit dem will ich nichts zu tun haben. Der kann mir mal im Mondschein
begegnen.
MÜCKE - aus einer Mücke einen Elefanten machen
Maßlos übertreiben:
Diese Kleinigkeit war doch kein Grund zur Aufregung. Man darf
doch nicht immer gleich aus einer Mücke einen Elefanten machen.
MUMM - keinen rechten Mumm haben
Keinen Mut, keine Lust, kein Zutrauen haben:
Der Plan reizt mich, ich habe aber nicht den rechten Mumm dazu.
MUND - den Mund nicht auftun
Schweigen, anstatt zu reden:
Während der ganzen Unterhaltung hörte er sehr interessiert zu, tat'
aber den Mund nicht auf.
- den Mund auf dem rechten Fleck haben
Redegewandt, schlagfertig sein:
Der Handelsvertreter hatte den Mund auf dem rechten Fleck und erzielte
gute Abschlüsse.
- j-m den Mund wässerig machen
J-s Wunsch oder Appetit erregen:
Der Duft nach frisch gegrillten Hähnchen machte einem so richtig
en Mund wässerig.
jemandem den Mund wässerig machen
- nicht auf den Mund oder aufs Maul (derber Ausdruck) gefallen
sein
Schlagfertig sein:
Sie hat die Prüfung glänzend bestanden. Sie ist ja schließlich nicht
auf den Mund gefallen.
- mach doch den Mund oder das Maul (derber Ausdruck) auf
1. Sage endlich etwas zu dieser Sache:
Angeklagter, ich frage Sie nun zum dritten und letzten Mal: Waren
Sie an dem Diebstahl beteiligt oder nicht? Nun machen Sie doch endlich
den Mund auf.
2. Sprich deutücher:
Ich habe noch immer nicht verstanden, was du gesagt hast. Nun
mach mal ein bißchen den Mund auf.
- einen großen Mund oder ein großes Maul (derber Ausdruck)
haben
Vorlaut sein:
Man kann nicht vernünftig mit ihr reden, sie hat immer einen großen
Mund.
- den Mund oder das Maul oder die Schnauze (derber Ausdruck)
halten
Schweigen:
Daß du mir ja den Mund hältst und niemandem etwas erzählst!—Der
Kerl soll ja sein Maul halten, sonst mache ich ihn fertig.
- j-m den Mund oder das Maul (derber Ausdruck) verbieten
J-n nicht reden lassen, j-m das Reden verbieten:
Er läßt sich von niemandem den Mund verbieten.
- den Mund oder das Maul (derber Ausdruck) aufreißen oder
voll nehmen
Prahlen, aufschneiden:
Du darfst ihm nicht alles glauben, er nimmt gern den Mund voll.
- j-m das Wort aus dem Mund nehmen
Aussprechen, was ein anderer gerade sagen will:
Du nimmst mir das Wort aus dem Mund. Gerade das wollte ich auch
sagen.
- j-m das Wort im Munde umdrehen
Das Gegenteil von dem, was einer gesagt hat, weitererzählen; die
Worte absichtlich falsch deuten:
Jeden Tag habe ich mit meiner Nachbarin Ärger. Die dreht einem
doch glatt das Wort im Munde um.
- mit dem Mund vorneweg sein
Vorlaut sein:
Es macht keinen guten Eindruck, wenn man immer mit dem Mund
vorneweg ist.
- j-m nach dem Munde reden
So reden, wie j-d es gern hören möchte:
Menschen, die anderen gern nach dem Munde reden, sind nicht ehrlich.
- sich etwas vom Munde absparen
Sich etwas unter großem Verzicht leisten:
Unser Nachbar hat sich den neuen Fernsehapparat buchstäblich
vom Munde abgespart.
MUNDTOD - j-n mundtot machen
J-n zum Schweigen bringen, j-m das Reden unmöglich machen,
verbieten:
Bei jeder Gelegenheit versucht sie, ihn mundtot zu machen.
MUNDWERK - ein loses Mundwerk haben
Frech reden, unbekümmert reden:
Ich kann die Frau nicht leiden. Die hat ein zu loses Mundwerk.
MÜRBE - j-n mürbe machen
J-s Widerstandskraft brechen:
Der Zeitungs werber hat so lange auf die alte Frau eingeredet, bis er
sie mürbe gemacht hatte und sie die Zeitungsbestellung unterschrieb.
MUSIK - Musik in den Ohren sein
Erfreulich sein, zu hören:
Als ich heute hörte, daß ich eine Gehaltsaufbesserung bekommen
soll, war das natürlich Musik in meinen Ohren.
MUSTERKNABE - ein Musterknabe sein
Ein Vorbild, ein vorbildlicher Mensch sein:
Der Chef stellt dich immer als einen Musterknaben hin.
MUTTER - an Muttens Rockzipfel hängen
Unselbständig sein:
Der Junge ist doch nun schon groß genug. Er muß doch nicht immer
an Mutters Rockzipfel hängen.
MUTTERMILCH - etwas mit der Muttermilch eingesogen haben
Sich mit etwas schon von Kindheit an beschäftigen:
Sein Vater war Dirigent und seine Mutter eine berühmte Sängerin, so
hat er die Musik sozusagen schon mit der Muttermilch eingesogen.

 

 

 

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