LACHEN - das Herz lacht mir (im Leibe)
Ich freue mich sehr:
Wenn ich sie sehe, lacht mir das Herz (im Leibe).
- er hat nichts zu lachen
Ihm geht es schlecht:
Der Mann hat bestimmt nichts zu lachen. Er ist arbeitslos und seine
Frau schwer krank.
- das war' ja gelacht
Das ist eine Kleinigkeit:
Das war' ja gelacht, wenn ich diese Arbeit nicht machen könnte.
- er hat gut lachen
Ihm geht es gut: g|
Während wir hier arbeiten müssen, geht er auf Urlaub. Er hat gut lachen.
LACKIEREN - der Lackierte sein
der Betrogene, Übervorteilte sein:
Jedesmal bin ich doch der Lackierte und muß das Büro aufräumen,
während die anderen schon nach Hause gehen können.
•LADEN - schwer geladen haben
Zuviel Alkohol getrunken haben:
Siehnur, wie er schwankt. Ich glaube, der hat wieder schwer geladen.
LADEN - ich werde den Laden schon schmeißen
Ich werde die Sache erfolgreich durchführen:
Mach dir keine Sorgen! Ich werde in deiner Abwesenheit den Laden
schon schmeißen.
LANG - da kannst du lange warten
Ich denke nicht daran:
Die Besucher mußten einen langen Hals machen ...
Warum sollte ich ihr ein Bild von mir schenken? Da kann sie lange
warten.
- ein langes Gesicht machen
Enttäuscht sein, unzufrieden sein:
Als die Totoergebnisse bekanntgegeben wurden, machte er ein langes
Gesicht, denn er hatte fest mit einem Gewinn gerechnet.
- einen langen Hals machen
Etwas neugierig oder verlangend anschauen, nur mit Mühe etwas
sehen können:
Der Filmstar war von Reportern so umlagert, daß dieBesucher einen
langen Hals machen mußten, um ihn überhaupt sehen zu können.
LÄNGE - sich in die Länge ziehen
Länger dauern, als zu erwarten war:
Ich hätte nicht geglaubt, daß sich die Bauarbeiten so in die Länge
ziehen würden.
LANZE - für j-n (für etwas) eine Lanze brechen
Für j-n (für etwas) eintreten:
Man hatte ihn verleumdet, und niemand hätte gedacht, daß gerade
sein früherer Gegner für ihn eine Lanze brechen würde.
LAPPEN - j-m etwas durch die Lappen gehen
J-m etwas entgehen:
Ich war letzte Wache krank, dadurch ist mir leider ein Geschäft
durch die Lappen gegangen.
LASSEN - das muß man ihm lassen
Das muß man (als sein Verdienst) anerkennen:
Seine Arbeiten erledigt er gewissenhaft, das muß man ihm lassen.
LATEIN - mit seinem Latein am Ende sein
Keinen Rat mehr wissen, nicht weiterwissen: i jyWjL
Ich habe alles versucht, das Problem zu lösen. Es ging nicht. Jetzt bin
ich mit meinem Latein am Ende.
LAUFPASS - j-m den Laufpaß geben
J-n fortschicken:
Wir waren alle überrascht, daß sie ihrem Verlobten plötzlich den
Laufpaß gegeben hat.
LAUS - ihm ist eine Laus über die Leber gelaufen
Er ist verärgert:
Was ist denn mit dir los? Dir ist wohl eine Laus über die Leber gelaufen!
- j-m eine Laus in den Pelz setzen
J-m Schwierigkeiten machen:
Mit diesem Antrag hat die Opposition der Regierung eine Laus in
den Pelz gesetzt.
LAUSEN - ich dachte, mich laust der Affe (starker Ausdruck)
Ich war sehr verblüfft:
Ich dachte, mich laust der Affe, als ich von seinem Erfolg hörte.
LÄUTEN - ich habe etwas läuten hören
Ich habe etwas erfahren:
Ich habe etwas von dem Bau eines neuen Krankenhauses läuten hören.
LEBEN - in den Tag hinein leben
Leben, ohne sich über die Zukunft Gedanken zu machen:
Sie leben einfach in den Tag hinein und meinen, es müßte immer so
bleiben.
- in Saus und Braus leben
Verschwenderisch leben:
Ich habe was im Toto gewonnen. Jetzt werde ich mal ein paar Wochen
in Saus und Braus leben.
- von der Hand in den Mund leben
Nur das Nötigste zum täglichen Leben haben:
Wieviel sorgenfreier wäre man, wenn man etwas Geld auf der Sparkasse
hätte. Es ist nicht angenehm, immer nur von der Hand in den
Mund leben zu müssen.
- Leben ins Haus oder in die Bude bringen
Munterkeit und Frohsinn ins Haus bringen oder um sich verbreiten:
Zuerst ging alles sehr steif zu, und wir freuten uns alle, als Hans kam
und Leben ins Haus brachte.
LEBER - frei von der Leber weg reden
Ohne Bedenken reden:
» Und nun«, sagte der Richter zum Angeklagten, »schildern Sie uns
mal die Sache frei von der Leber weg.«
LEDER - vom Leder ziehen
Streit anfangen, j-n angreifen:
Wenn du nicht sofort mit deinen Sticheleien aufhörst, werde ich mal
vom Leder ziehen.
— j-m das Leder oder Fell gerben
Siehe Fell.
LEER - leer ausgehen
Nichts bekommen, während andere etwas erhalten:
Obwohl ich mehrere Lose genommen hätte, ging ich doch leer aus.
LEHRGELD - Lehrgeld zahlen
Schlechte Erfahrungen machen:
In der Jugend muß jeder Lehrgeld zahlen.
LEIB - mit Leib und Seele
Mit Begeisterung:
Als Schüler war er ziemlich faul. Doch jetzt im Beruf ist er mit Leib
und Seele bei der Sache.
- etwas am eigenen Leibe verspüren
Selber eine schlechte Erfahrung machen:
Jetzt hat er einmal am eigenen Leibe verspürt, was es heißt, im Stich
gelassen zu werden.
LEICHE - über Leichen gehen
Rücksichtslos sein:
Wenn es gilt, sein Ziel zu erreichen, geht der junge Chef über Leichen.
LEIM - auf den Leim gehen oder kriechen
Auf etwas hereinfallen:
Er ist nun sciSm so oft hereingefallen, und doch geht er der Werbung
immer wieder auf den Leim.
- aus dem Leim gehen
Ii Kaputtgehen:
Die Schuhe kann ich nicht länger tragen. Beim letzten Regen sind sie
völlig aus dem Leim gegangen.
2. (figurativ) zerbrechen:
Meine Freundschaft mit Inge ist jetzt endgültig aus dem Leim gegangen.
LEISTEN - das kann ich mir leisten
Das kann ich mir erlauben:
Wollen wir uns heute abend eine Flasche Wein leisten?
LEITUNG - eine lange Leitung haben
Etwas schwer begreifen:
Fritz muß man alles dreimal erklären, ehe er etwas begreift. Der hat
wirklich eine lange Leitung.
LEKTION - j-m eine Lektion erteilen
J-m einen Verweis geben:
Als der Schüler heute wieder zu spät zur Schule kam, ist ihm vom Direktor
eine gehörige Lektion erteilt worden.
LESEN - etwas zwischen den Zeilen lesen können
Den tieferen Sinn einer Sache verstehen; verstehen, was der
Schreiber gemeint hat, obwohl er es nicht so gesagt hat:
Es klingt ganz harmlos, was er schreibt. Man muß jedoch zwischen
den Zeilen lesen können.
LETZT - zu guter Letzt
Zum Schluß, am Ende:
Zu guter Letzt blieb alles so, wie es war.
LEVITEN - j-m die Leviten lesen
J-m einen Verweis erteilen:
Weil er heute wieder sehr schlecht gearbeitet hatte, wurden ihm vom
Meister die Leviten gelesen.
LICHT - ein schlechtes Licht auf j-n (etwas) werfen oder kein
gutes Licht auf j-n (etwas) werfen
In schlechten Ruf kommen:
Ihr Verhalten wirft ein schlechtes Licht auf ihren Charakter.
- sein Licht unter den Scheffel stellen
Zu bescheiden sein:
Du kannst doch etwas. Warum stelbt du immer dein Licht unter den
Scheffel?
- sich (etwas) ins rechte Licht rücken oder setzen oder stellen
Die Vorzüge eines Menschen (einer Sache) aufzeigen:
Der Vertragsabschluß muß glücken. Wir müssen nur die technischen
Neuerungen an der Maschine ins rechte Licht rücken.
- sich (etwas) in ein falsches Licht rücken oder setzen oder
stellen
Sich (etwas) schlechter machen, als es wirklich ist; falsche Vermutungen
aufkommen lassen:
Durch die sich mehrenden Entlassungen, die lediglich auf die Unzuverlässigkeit
einiger Arbeiter zurückzuführen sind, wird die Firma
bei der Konkurrenz in ein völlig falsches Licht gerückt.
- sein Licht leuchten lassen
Seine Klugheit zeigen:
Durch ihre witzigen Bemerkungen ließ sie auf der gestrigen Gesellschaft
wieder ihr Licht leuchten.
- j-n hinters Licht führen
J-n täuschen, j-n betrügen:
Gib dir keine Mühe, mich kannst du nicht so schnell hinters Licht
führen.
LIED - er weiß ein Lied davon zu singen
Er spricht aus Erfahrung:
Hat sie auch dich um Geld betrogen? Ich weiß schon lange ein Lied
davon zu singen.
LIEGEN - mir hegt viel (nichts) daran
Das ist sehr (nicht) wichtig für mich:
Mir liegt viel daran, daß mein Sohn gerade zu Ihnen in die Lehre
kommt.
- es liegt klar auf der Hand
Es ist klar:
Es liegt doch klar auf der Hand, daß zum Erfolg auch eine ganze
Menge Glück gehört.
- es Uegt ihm nicht
Es entspricht nicht seinen Neigungen, seinem Talent:
Tanzen liegt ihm nicht, denn er ist nicht sehr musikalisch.
- es Uegt nicht an mir
Es ist nicht meine Schuld:
Es liegt doch nicht an mir, daß du heute wieder zu spät zum Dienst
kommst.
- etwas (j-d) kommt mir sehr gelegen
Etwas (j-d) kommt mir gerade zur rechten Zeit:
Bis zum Abend habe ich noch sehr viel zu tun, darum kommt mir
deine Hilfe sehr gelegen.
LINIE - schlanke Linie
Schlanke Figur:
Du solltest nicht soviel naschen, sondern lieber etwas für deine
schlanke Linie tun.
LINK - er ist mit dem linken Bein oder Fuß zuerst aufgestanden
Er ist schlechter Laune:
Der Chef ist wohl heute mit dem linken Bein (oder Fuß) zuerst aufgestanden.
LINKS - j-n links liegenlassen
J-n nicht beachten:
Wenn du sie strafen willst, mußt du sie einfach links liegenlassen.
LOCH - auf dem letzten Loch pfeifen
Am Ende sein:
Du machst ein Gesicht, als würdest du auf dem letzten Loch pfeffert»
LOCKERLASSEN - nicht lockerlassen
Nicht nachgeben:
Mit seinen Forderungen wurde er schon mehrmals abgewiesen, aber
er läßt nicht locker.
LORBEEREN - Lorbeeren ernten
Anerkennung bekommen:
Mit seiner wissenschaftlichen Arbeit hat er viele Lorbeeren geerntet.
- auf seinen Lorbeeren ausruhen
Nach seinem Erfolg untätig bleiben:
Du darfst jetzt nicht auf deinen Lorbeeren ausruhen.
LOS - mit ihm ist nicht viel los
Er kann nicht viel, er ist schwächlich, er taugt nicht viel:
Ich mußte den Neuen wieder entlassen. Mit ihm war nicht viel los.
- dort ist (nicht) viel los
Dort ist (nicht) viel Leben und Treiben, dort ist es (nicht) interessant:
Auf der diesjährigen Industrieausstellung war (nicht) viel los.
- er hat das Große Los gezogen
Er hat viel Glück gehabt:
Willi hat eine sehr gute Frau. Er hat mit ihr das Große Los gezogen.
LUCHS - aufpassen wie ein Luchs
Äußerst scharf aufpassen:
Ihre Tochter ist sehr intelligent. In der Schule paßt sie auf wie ein
Luchs.
LUFT - die Luft ist rein
Es ist niemand da, der einem unangenehm werden könnte:
Wir schicken ihn zuerst in die Wohnung, um auszukundschaften, ob
die Luft rein ist.
- es ist dicke Luft
Ein Unheil naht:
Schon vor dem Kriege konnte man aus den Zeitungsberichten entnehmen,
daß dicke Luft war.
- er ist Luft für mich
Ich beachte ihn überhaupt nicht:
Seitdem er verschiedentlich versucht hat, mich bei anderen lächerlich
zu machen, ist er Luft für mich.
- es liegt etwas in der Luft .
Es scheint sich etwas zu ereignen:
Wir hielten uns nicht lange in der politischen Versammlung auf,
denn wir hatten von Anfang an das Gefühl, daß etwas in der Luft lag.
- j-n an die (frische) Luft setzen
J-n hinauswerfen:
Ich setzte den Frechdachs kurzerhand an die (frische) Luft.
- in die Luft gehen
Wütend werden:
Als er von den Schandtaten seines Sohnes hörte, ging er in die Luft.

 

 

 

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