HAAR

- sich die Haare (aus)raufen
Verzweifelt sein:
Man könnte sich ja die Haare (aus) raufen, wenn man sieht, wie viele Fehler ihr wieder in dieser Übung gemacht habt.

 
- an einem Haar hängen
Sehr unsicher sein, gefährdet sein:
Als man ihn ins Krankenhaus brachte, hing sein Leben wirklich nur noch an einem Haar. Jetzt geht es ihm aber schon wieder besser.

 
- j-m kein Haar krümmen
J-m nichts zuleide tun:
Haben Sie keine Angst! Es wird Ihnen kein Haar gekrümmt.

 
- um ein Haar

Fast, beinahe:
Um ein Haar hätte ich die Prüfung nicht bestanden.

 
- aufs Haar
Völlig:
Die Lehrer hatten immer Schwierigkeiten, die Zwillinge zu unterscheiden, denn sie glichen einander aufs Haar.


- sich in den Haaren liegen

Streit haben:
Wegen jeder Kleinigkeit liegen sich die Eheleute in den Haaren.


- mit Haut und Haaren
Ganz und gar:
Sie hat sich mit Haut und Haaren ihrem Beruf verschrieben.


- etwas an den Haaren herbeiziehen

Etwas sagen, was nur bedingt zu einer Sache gehört und unwichtig oder sogar unrichtig ist:
Dieser Vergleich ist an den Haaren herbeigezogen.


- ein Haar in der Suppe finden

Die Nachteile einer Sache entdecken, an einer Sache etwas auszusetzen haben:
Du mußt auch wirklich alles kritisieren. Überall findest du ein Haarin der Suppe.


- kein gutes Haar an j-m (etwas) lassen

J-n (etwas) schlechtmachen:
Seitdem Frau P. von ihrem Mann geschieden ist, läßt sie auch kein gutes Haar mehr an ihm.


- Haare auf den Zähnen haben

Sich mit Worten zu wehren wissen, streitsüchtig sein:
Vor meiner Wirtin mußt du dich in acht nehmen. Die hat Haare auf den Zähnen.

 
HABEN

- etwas gegen j-n haben
J-n nicht leiden können:
Ich weiß nicht, was sie gegen mich hat. Ich habe ihr doch nie etwas zuleide getan.


- etwas für sich haben
Vorteile, Vorzüge haben:
Es hat viel für sich, wenn man in der Stadt wohnt. Trotzdem ziehe ich es vor, auf dem Lande zu leben.

 
- es in sich haben
Stark, gehaltvoll sein:
Dieser Wein hat es in sich. Mehr als drei Glas kann man nicht vertragen.

 
 - das hat nichts auf sich
Das ist unbedeutend, unwichtig:
Wie geht es denn Ihrer Frau? Ich habe gehört, sie sei krank. — Nur eine kleine Erkältung, das hat nichts weiter auf sich.

 
- für etwas nicht zu haben sein
Etwas nicht wollen, mögen:

Viele Autofahrer rasen auf der Straße. Für diese Raserei bin ich nicht zu haben.

 
- hab dich nur nicht so!
Sei doch nicht soNalbern, mach dich nicht so wichtig, ziere dich nicht so:
Hab dich nicht so, das kann ja gar nicht weh getan haben.


- da hast du's oder da haben wir's! oder da haben wir die Bescherung!
So, jetzt sind die Schwierigkeiten wirklich eingetreten, die man hat vermeiden wollen:
Da haben wir die Bescherung! Jetzt ist die schöne Vase kaputt.


- ein Auge auf j-n haben
In j-n verliebt sein:
Wir waren nicht erstaunt, daß sich Emst mit Elisabeth verlobt hat. Wir haben schon lange gemerkt, daß er ein Auge auf sie hat.


- noch zu haben sein
Ledig sein, unverheiratet sein:
Meine Freundin würde gern heiraten, aber bisher hat sie noch nicht den richtigen Partner gefunden. — Wie wär's mit Herrn Müller? Der ist doch noch zu haben.


HACKEN

- sich die Hacken ablaufen
Wegen einer Sache viel herumlaufen (Hacken jjg Ferse, Absatz am Schuh):
Obwohl sich die Frau die Hacken nach einer Wohnung ablief, dauerte es doch sehr lange, bis sie eine gefunden hatte.


HAHN

- Hahn im Korb sein
Die Hauptperson in einer Gesellschaft sein:
In jeder Gesellschaft interessieren sich die Damen besonders für ihn; überall ist er Hahn im Korb.


- kein Hahn kräht danach
Niemand kümmert sich darum:
Wenn jemand erst mal reich ist, kräht kein Hahn mehr danach, woher das Geld gekommen ist.


HAKEN

- einen Haken haben
Eine Schwierigkeit haben:
Ich hoffe, übermorgen nach Indien zu fliegen. Die Sache hat nur noch einen Haken. Mein Paß ist noch nicht in Ordnung.

HALB

- mit halbem Ohr zuhören
Unaufmerksam zuhören:
Immer wenn ich dir etwas sage, hörst du nur mit einem halben Ohr hin. Hör doch mal richtig zu.


- ein halber Mensch sein
Nicht voll leistungsfähig sein:
Seit dem Tod seiner Frau ist er nur noch ein halber Mensch.


- nichts Halbes und nichts Ganzes

Nichts Vollwertiges:
Er will wieder seinen Urlaub zu Hause verbringen. Das ist doch nichts Halbes und nichts Ganzes.


HALS

- sich den Hals brechen
Tödlich verunglücken:

Fahr doch etwas vorsichtiger! Bei dem Tempo werden wir uns noch den Hals brechen.


- j-m um den Hals fallen
J-n umarmen:
Als er ihr das Geschenk überreichte, fiel sie ihm vor Freude um den Hals.

- einen langen Hals machen
Neugierig sein, neugierig schauen:
Als ich mit Peter das erste Mal über die Straße ging, machten die Nachbarinnen einen langen Hals.


- sich j-m an den Hals werfen
Sich j-m aufdrängen:
Sie hat sich ihm so an den Hals geworfen, daß er sie schließlich heiratete.


- j-m mit etwas vom Hals bleiben
J-n mit einer unangenehmen Sache nicht behelligen:
Bleiben Sie mir nur mit dieser unangenehmen Sache vom Hals! Ich will damit nichts zu tun haben.


- sich etwas (j-n) vom Hals schaffen

1. Etwas erledigen, was man schon lange hätte tun sollen:
Bevorwiruns einen neuen Wagen kaufen, sollten wir uns erst einmal die Schulden vom Hals schaffen, die uns von der neuen Wohnungseinrichtung geblieben sind.
2. Dafür sorgen, daß man von j-m nicht mehr belästigt wird:
Er versuchte mit allen Mitteln, sich den lästigen Handelsvertreter vom Hals zu schaffen.


- j-m die Polizei auf den Hals hetzen oder schicken

J-n bei der Polizei anzeigen:
Wenn der Mann uns nicht endlich in Ruhe läßt, werde ich ihm die Polizei auf den Hals hetzen.


- sich viel auf den Hals laden

Viel Arbeit übernehmen:
Die Managerkrankheit hat ihre Ursache darin, daß sich die Menschen heutzutage zu viel auf den Hals laden.


- Hals über Kopf
Überstürzt, ohne Überlegung:
Als er von den Schwierigkeiten in seiner Firma erfuhr, ist er Hals über Kopf von seinem Urlaubsort abgereist.


- zum Hals heraushängen oder herauswachsen oder herauskommen

Zuviel werden, lästig werden:
Seine übertriebene Freundlichkeit wächst (oder: hängt) mir schon lange zum Hals heraus.


- etwas (j-n) auf dem Hals haben
Etwas (j-n) haben, das (der) eine Belastung ist:
Mein Mann reist dauernd in der Welt herum, und ich habe die ganze Zeit nur die Kinder auf dem Hals.


- mir bleibt das Wort im Hals stecken

1. Siehe BISSEN.


2. (Vor Schreck, Überraschung) nicht sprechen können:
Als er mir von dem Konkurs unserer Firma erzählte, war ich so erschrocken, daß mir das Wort im Hals steckenblieb und ich darauf nichts sagen konnte.


- Hals- und Beinbruch!
Viel Glück, alles Gute!:
„Hals- und Beinbruch!" wünscht man jemandem, der zum Examen geht.


- den Hals wird's nicht kosten
Siehe KOSTEN.
HALTEN - etwas auf sich halten
Sich gut benehmen, seine Kleider sauberhalten:
Die Frau hält etwas auf sich und sieht trotz ihrer vielen Arbeit immer ordentlich und gepflegt aus.


- zu j-m halten

J-m in allen Schwierigkeiten beistehen:
Auf meinen Freund kann ich mich verlassen. Er hält immer zu mir.


- sich nicht halten können

(Beruflich, geschäftlich) nicht bestehen können:
Heute ist die Konkurrenz so groß, daß sich kleine Geschäftsleute kaum mehr halten können.


- viel von etwas (j-m) halten
Sich von einer Sache großen Erfolg versprechen, j-m viel zutrauen, eine gute Meinung von etwas (j-m) haben:
Paul ist ganz begeistert von dem Plan, ich dagegen halte nicht viel davon. — Wir haben von Ihrem ältesten Sohn immer sehr viel gehalten.


- j-m etwas zugute halten
Mit j-m nachsichtig sein:
Wenn der Mann jetzt auch mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist, muß man ihm doch zugute halten, daß er bisher ein makelloses Leben geführt hat.


HAMMER

- unter den Hammer kommen
Zwangsweise versteigert werden:
Nach dem Tod des Besitzers stellte es sich heraus, daß das Landgut sehr verschuldet war. Jetzt ist der ganze Besitz unter den Hammer gekommen.


HAND

- freie Hand haben
Tun können, was man will; freie Verfügung haben:
Die Abteilungsleiter haben weitgehend freie Hand, denn der Direktor weiß, daß er sich auf sie verlassen kann.


- mir sind die Hände gebunden
Ich kann nicht so handeln, wie ich möchte:
Ich möchte Ihnen gerne helfen. Aber mir sind durch die Vorschriften die Hände gebunden.


- eine offene Hand haben
Gern geben:
Für Notleidende hat er stets eine offene Hand.


- alle Hände voll zu tun haben
Sehr viel Arbeit haben:
Wir hatten alle Hände voll zu tun, bis endlich die Ernte eingebracht war.


- seine Hand im Spiel haben
Heimlich beteiligt sein:
Es blieb dem Minister nichts anderes übrig als zurückzutreten. Ich möchte nur wissen, wer alles bei dieser Affäre seine Hand im Spiele hatte.


- Hand an sich legen
Selbstmord begehen:
Als der Geschäftsmann von der Pleite seiner Firma erfuhr, wollte er Hand an sich legen.

 

- die rechte Hand sein
Die Stütze, der vertrauteste Mitarbeiter sein:
Mein Kollege ist die rechte Hand des Chefs.


- die Hand darauf geben oder etwas in die Hand versprechen
Durch Handschlag die Wahrheit oder das Versprechen bekräftigen:
Ich gebe dir die Hand darauf, daß ich dir das Geld bis Ende des Monats zurückzahlen werde.


- weder Hand noch Fuß haben

Keinen Sinn haben, nicht richtig durchdacht sein:
Wenn Sie in dieser Sache etwas unternehmen wollen, muß es Hand und Fuß haben.


- um die Hand der Tochter anhalten oder bitten
Um Heiratserlaubnis bitten:
Der Assessor machte bei den Eltern seiner Freundin einen Besuch und bat um die Hand ihrer Tochter.


- in guten Händen sein
In guter Obhut sein, gut verwaltet werden:
Bei Ihnen weiß ich meine Kinder in guten Händen.


- etwas in die Hand nehmen
Etwas ausführen, erledigen:
Wissen Sie, welcher Anwalt unsere Angelegenheit in die Hand nehmen kann?


- j-m etwas in die Hände spielen
J-m etwas (durch List) zukommen lassen:
Als Angestellter des städtischen Bauamtes konnte er seinem Freund manches Geschäft in die Hände spielen.


- mit beiden Händen zugreifen
Sehr gern nehmen:
Als man mir diese Stelle anbot, griff ich natürlich mit beiden Händen zu.


- etwas geht mir gut von der Hand
Etwas geht gut vorwärts:
Seitdem ich mehr Rühe habe, geht mir meine Arbeit besser von der Hand.


- von langer Hand vorbereiten
Sehr sorgfältig vorbereiten:
Der Bankeinbruch ist von langer Hand vorbereitet worden.


- es läßt sich nicht von der Hand weisen
Es läßt sich nicht leugnen:
Es läßt sich nicht von der Hand weisen, daß die Fortschritte der Technik viele Nachteile für die Gesundheit der Menschen mit sich bringen.


- in festen Händen sein
Nicht zu verkaufen, nicht zu vergeben sein:
Ich hätte gem noch diesen Bauplatz zu meinem Grundstück hinzugekauft, aber er ist schon in festen Händen.


- man sieht die Hand vor den Augen nicht
Es ist sehr dunkel:
Als ich gestern nach Köln fahren mußte, war ein so dichter Nebel, daß man nicht die Hand vor den Augen sehen konnte.


- etwas zur Hand haben
Etwas griffbereit haben:
Der Werkzeugschrank ist gut eingerichtet. Alles, was man braucht, hat man gleich zur Hand.


- j-n an der Hand haben
J-n kennen (, der sich für eine Sache interessiert):
Wenn Sie Ihren Wagen verkaufen wollen, gehen Sie am besten zu Christian Müller. Er hat immer jemanden an der Hand, der für gebrauchte Wagen gute Preise zahlt.


- die Hand für j-n (etwas) ins Feuer legen
Siehe FEUER.


- von der Hand in den Mund leben
Siehe LEBEN.


HANDGELENK

- etwas aus dem Handgelenk machen oder schütteln
Etwas leicht, mühelos, ohne Vorbereitung machen:
Für diese Arbeit braucht man Zeit; man kann sie nicht aus dem Handgelenk machen.


HANDUMDREHEN

- im Handumdrehen
Sehr schnell, überraschend schnell:
Er war im Handumdrehen mit der Arbeit fertig.


HANDWERK

- j-m ins Handwerk pfuschen
Etwas tun, was ein anderer (der es gelernt hat) besser machen kann:
Laß mich das machen und pfusch mir nicht ins Handwerk! Ich habe das schließlich gelernt.


- j-m das Handwerk legen
Unerlaubte oder schädliche Handlungen unmöglich machen:
Endlich konnte dem Dieb das Handwerk gelegt werden. Jetzt sitzt er für mehrere Monate im Gefängnis.


HÄNGEN

- den Mantel nach dem Wind hängen
Sich der augenblicklichen Lage sofort anpassen; sich immer so verhalten oder so denken, wie es erwartet wird:
Wenn eine andere Partei an die Regierung kommt, gibt es viele, die gleich ihren Mantel nach dem Wind hängen.


- etwas an den Nagel hängen
Etwas aufgeben:
Nach seiner Heirat mit der Fabrikantentochter hängte er seinen Beruf an den Nagel und trat in das Geschäft seines Schwiegervaters ein.


- mit Hängen und Würgen
Mit großer Mühe, fast nicht mehr:
Wir hatten so viel Arbeit, daß wir nur mit Hängen und Würgen rechtzeitig fertig werden konnten.


HANS

- Hans (Dampf) in allen Gassen
J-d der überall Bescheid weiß, j-d der sehr rege ist und sich überall auskennt:
Wenn Sie wissen wollen, was in unserer Stadt passiert, dann brauchen Sie nur unsern Fritz zu fragen, der ist Hans Dampf in allen Gassen.


HARKE

- j-m zeigen, was eine Harke ist (starker Ausdruck)
J-n schonungslos belehren, zurechtweisen, drohen:
Wenn du morgen wieder so schlampig arbeitest, dann werde ich dir zeigen, was eine Harke ist.


HART

- es ging hart auf hart
Es war ein harter Kampf:
In der Beratung über die neuen Steuergesetze ging es hart auf hart.


HASE

- wissen (sehen), wie der Hase läuft
Bescheid wissen; abwarten, sehen, wie die Dinge sich entwickeln:
Morgen ist die Sitzung des Verwaltungsrats über die neuen Maßnahmen in der Verwaltung. Dort werden wir erfahren, wie der Hase läuft.


- mein Name ist Hase
Ich weiß von nichts, ich will damit nichts zu tun haben:
Von den Umstellungen in unserem Betrieb weiß ich nichts. Mein Name ist Hase.


- da liegt der Hase im Pfeffer
Das ist die Schwierigkeit, der entscheidende Fehler:
Du wunderst dich, warum du in der Schule so schlecht bist. Du hast immer andere Dinge im Kopf. Da liegt der Hase im Pfeffer.


HAUBE - die Tochter unter die Haube bringen
Eine Tochter verheiraten:
Ihr seid doch reich. Da dürfte es doch nicht allzu schwer sein, eure Tochter unter die Haube zu bringen.


HAUEN

- mit j-m in dieselbe Kerbe hauen
J-n in seiner Meinung unterstützen:
Er unterstützt die Meinung seines Kollegen und haut mit ihm in dieselbe Kerbe.


- j-n übers Ohr hauen

J-n betrügen, j-n übervorteilen:
Bei dem Teppichkauf sind wir schön übers Ohr gehauen worden.


HAUFEN

- einen Plan über den Haufen werfen oder stoßen
Einen Plan völlig ändern, unmöglich machen:
Das schlechte Wetter hat alle unsere Pläne über den Haufen geworfen.


- j-n (etwas) über den Haufen fahren

J-n umfahren; gegen j-n (etwas) fahren, so daß er (es) umfällt:
Das A uto geriet ins Schleudern, fuhr einen Lichtmast über den Haufen und kam erst an einer Hauswand zum Stehen.


HAUS

- auf ihn kann man Häuser bauen
Auf ihn kann man sich verlassen:
Fritz wird uns nicht im Stich lassen, auf ihn kann man Häuser bauen.


- j-m das Haus einlaufen
J-n durch viele Besuche belästigen:
Er hat im Toto viel Geld gewonnen. Jetzt laufen ihm die Vertreter und Bittsteller das Haus ein.


- Einfalle wie ein altes Haus
Sonderbare Ideen:
Jetzt will Edith ihren ganzen Schmuck weggeben. Die hat Einfalle wie ein altes Haus.


- altes Haus! (fam)

Vertrauliche Anrede unter Freunden:
Na, altes Haus, wie geht's dir?


HÄUSCHEN - aus dem Häuschen sein
Aufgeregt sein:
Seitdem sie weiß, daß ihr früherer Verlobter zu Besuch kommt, ist sie ganz aus dem Häuschen.


HAUT

- mit heiler Haut davonkommen
1. Unverletzt bleiben:
Er hatte Glück, denn bei dem Unfall kam er ab einziger mit heiler Haut davon.
2. Unbestraft bleiben:
Die Polizei machte eine Razzia. Keiner der Schmuggler kam mit heiler Haut davon.


- sich auf die faule Haut legen
Nicht arbeiten, nichts tun:
Dieser faule Mensch legt sich auf die faule Haut und läßt seine alte Mutter für sich arbeiten.


- es ist, um aus der Haut zu fahren
Es ist außerordentlich ärgerlich:
Jede Arbeit, die ich anpacke, mißlingtmir. Esist, um aus der Haut zu fahren.


- nicht in j-s Haut stecken wollen
Nicht an seiner Stelle sein wollen:
Jetzt ist die Polizei hinter ihm her. Ich möchte nicht in seiner Haut stecken.


- aus seiner Haut nicht herauskönnen

Seinen Charakter nicht ändern kommen, nicht gegen seine Natur handeln können:
Unsere Mutter kann es nicht lassen, sich für uns abzurackern. Sie kann eben aus ihrer Haut nicht heraus.


- seine Haut zu Markte tragen
Sich Gefahren aussetzen:
Beschwere du dich doch selbst beim Chef. Ich sehe nicht ein, meine Haut für dich zu Markte zu tragen.


- nur Haut und Knochen

Ganz abgemagert:
Herrn P. geht es sehr schlecht; er ist nur noch Haut und Knochen.


HEBEL

- alle Hebel in Bewegung setzen
Alle Möglichkeiten ausnutzen, um etwas zu erreichen:
Er hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um diesen Posten zu bekommen.


HEBEN

- einen heben
Alkohol trinken (und mehr als ein Glas):
Sobald Fritz seinen Lohn bekommen hat, hebt er einen.


HECHT

- er ist ein Hecht im Karpfenteich
Er ist ein lebenslustiger, heiterer, lebhafter Mensch, der Stimmung und Heiterkeit verbreitet:
Auf jeder Gesellschaft ist Peter der Hecht im Karpfenteich.


HEHL

- aus etwas kein Hehl machen
Etwas nicht verschweigen, verheimlichen:
Er hat nie ein Hehl aus seiner armseligen Herkunft gemacht.


HEIMLEUCHTEN

- j-m heimleuchten
J-m eine unangenehme Wahrheit sagen; j-n grob zurechtweisen:
Wenn er sich nicht bald besser benimmt, werde ich ihm gehörig heimleuchten.


HEIMZAHLEN

- j-m etwas heimzahlen
Sich an j-m für etwas rächen:
Heute habe ich noch nichts gesagt, aber seine Beleidigung werde ich ihm noch heimzahlen.


HEISS

- der Boden wird ihm zu heiß (unter den Füßen)
Die Lage wird ihm zu gefährlich:
Dem Betrüger wurde der Boden unter den Füßen zu heiß, und er verschwand.


HELFEN

- j-m auf die Beine helfen oder auf die Sprünge helfen
J-n aufrichten, j-n stärken:
Nach den schweren finanziellen Verlusten standen ihm seine Geschäftsfreunde zur Seite, um seiner Firma wieder auf die Beine zu helfen.


- ich werde dir helfen!
(Drohend) Ich werde dich bestrafen!
Wenn du das noch einmal tust, werde ich dir helfen!


HELLER

- keinen roten Heller mehr haben
Keinen Pfennig mehr haben, kein Geld mehr haben (Heller = alte [Kupfer]Münze):
Als ich vom Einkaufsbummel zurückkam, hatte ich keinen roten Heller mehr.


HEMD

- bis aufs Hemd
Bis zum letzten, völlig:
Sie haben ihn bis aufs Hemd ausgebeutet.


HERAUSGEHEN

- aus sich herausgehen
Aufgeschlossen, offen sein (Gegenteil: nicht aus sich herausgehen = verschlossen, zurückhaltend sein):
Es ist schwer, seinen Charakter zu verstehen, er geht nicht aus sich heraus.


HERAUSNEHMEN

- sich etwas herausnehmen
Etwas tun oder sagen, was man seiner Stellung nach nicht tun sollte, anmaßend sein:
Dieses junge Mädchen nimmt sich aber wirklich etwas viel heraus.


HERHALTEN

- für etwas herhalten müssen
1. Für etwas büßen oder bezahlen müssen:
Heute sind die Kinder sehr früh selbständig, aber wenn sie Geld brauchen, muß doch meist der Vater wieder herhalten.
2. Spott, Witze, Beschimpfungen, Zurechtweisungen über sich ergehen lassen müssen:
Es war gar nicht sein Fehler, aber er mußte für seine Kollegen herhalten.


 HERING

 - wie die Heringe
Dicht zusammengedrängt, einer am anderen (wie Sardinen in der Büchse):
In der Bahn standen wir dichtgedrängt wie die Heringe.


HERMACHEN

- sich über etwas hermachen
1. Mit etwas anfangen:
Damit wir die Arbeit möglichst schnell hinter uns haben, wollen wir uns zuerst über den unangenehmsten Teil der Arbeit hermachen.
2. Etwas mit großem Appetit essen:
Er setzte sich an den Tisch und machte sich über das Essen her, daß es eine Freude war.


- viel von sich hermachen
Viel Aufsehen erregen:
Wer ist diese Frau eigentlich? Sie macht immer so viel von sich her.


HERR

- den (großen) Herrn spielen
So tun, als ob man ein großer Herr wäre; betonen, daß man der Vorgesetzte ist:
Max spielt immer den großen Herrn, obwohl er in Wirklichkeit ein unbedeutender Mensch ist.


- einer Sache Herr werden
Mit etwas fertig werden, etwas meistern:
Wir hatten im Kindergarten so viele Kinder, wir konnten ihrer kaum Herr werden.


HERUMDREHEN

- j-m die Worte im Mund herumdrehen
Die Worte eines anderen ins Gegenteil verkehren:
Das habe ich ja gar nicht gesagt. Wenn man mir so die Worte im Mund herumdreht, verhandle ich nicht weiter.


HERUMDRÜCKEN

- sich um etwas herumdrücken
Etwas Unangenehmes umgehen, vermeiden:
Als sie nach ihrem Beruf gefragt wurde, drückte sie sich um eine klare Antwort herum.


HERUMFÜHREN

- j-n an der Nase herumführen
J-n täuschen:
Sie hat ihre Verlobung gelöst, denn sie wollte sich nicht länger von ihm an der Nase herumführen lassen.


HERUMREITEN

- auf etwas herumreiten
Immer wieder das gleiche Thema zur Sprache bringen, etwas immer wieder sagen:
Auch ich bin der Meinung, daß man mehr für die Gesundheit tun sollte. Aber man braucht doch nicht täglich auf dem gleichen Thema herumzureiten.


HERUMTANZEN

- j-m auf der Nase herumtanzen
Mit j-m machen, was man will:
Die Filmschauspielerin tanzte dem Regisseur dauernd auf der Nase herum.


HERUNTERRUTSCHEN

- er kann mir den Buckel herunterrutschen (derb)
Ich will mit ihm nichts mehr zu tun haben (Ausdruck der Verachtung):
Wenn er mir nicht helfen will, soll er mir den Buckel herunterrutschen.


HERZ

- j-n ins Herz schließen
J-n gern haben:
Die Großmutter hat ihren ältesten Enkel besonders ins Herz geschlossen.


- etwas auf dem Herzen haben

Ein Anliegen haben, einen schwer zu äußernden Wunsch haben:
Warum schaust du so bedrückt drein? Nun komm einmal her und sage mir, was du auf dem Herzen hast.


- j-n auf Herz und Nieren prüfen
J-n ganz genau prüfen:
Bei der Vorstellung in der Firma hatte ich das Gefühl, daß mich der Direktor auf Herz und Nieren prüfte.


- j-m das Herz schwer machen
J-n traurig machen, j-m Sorgen bereiten:
Unser bevorstehender Abschied macht mir das Herz schwer.


- j-m sein Herz ausschütten
J-m alles sagen, was einen bedrückt:
Wir haben uns große Sorgen um sie gemacht. Gestern hat sie mir nun ihr Herz ausgeschüttet und all ihren Kummer erzählt.


- j-m etwas ans Herz legen
J-m etwas dringend empfehlen:
Der Arzt hat mir dringend ans Herz gelegt, eine längere Kur zu machen.


- etwas liegt mir am Herzen
Etwas ist mein besonderer Wunsch:
Ihre unbedachte Äußerung hat meine Tochter sehr traurig gestimmt, und es liegt mir sehr am Herzen, daß Sie deswegen nochmals mit ihr sprechen.


- sich ein Herz fassen
Seinen Mut zusammennehmen:
Lange zögerte er, aber schließlich faßte ersieh ein Herz und gestand ihr seine Liebe.


- sich etwas zu Herzen nehmen
Etwas tief empfinden (und danach handeln):
Er hat sich meine Ermahnungen sehr zu Herzen genommen.


- j-m ans Herz gewachsen sein

J-m so lieb sein, daß er es nicht entbehren möchte:
Die alten Möbel sind mir so ans Herz gewachsen, daß ich sie nicht weggeben möchte.


- j-m fällt das Herz in die Hosen

Er bekommt Angst:
Wenn ich an meine morgige Prüfung denke, fällt mir schon jetzt das Herz in die Hosen.


- ein Herz und eine Seele sein
Unzertrennlich sein, immer die gleiche Meinung haben:
Die beiden Freundinnen streiten sich nie, sie sind ein Herz und eine Seele.


- j-m aus dem Herzen sprechen

So sprechen, wie es der andere auch täte:
Ein Freund des Hauses hielt die Festrede zu Ehren des Jubilars. Er hat uns allen aus dem Herzen gesprochen.


- mit halbem Herzen bei einer Sache sein

Mit wenig Interesse etwas tun:
Wenn ich nur wenig Geld für eine Arbeit bekomme, bin ich nur mit halbem Herzen dabei.


- seinem Herzen einen Stoß geben
Sich schwer zu etwas entschließen:
Gib deinem Herzen einen Stoß und versöhne dich mit deinem alten Freund!


- das Herz auf der Zunge haben oder tragen
Jedem alles erzählen, seine Gefühle offen aussprechen:
Es ist nicht immer gut, das Herz auf der Zunge zu haben. Ein altes Sprichwort sagt: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.


- seinem Herzen Luft machen

Sagen, was einen ärgert oder bedrückt:
Bei der gestrigen Unterredung mit dem Chef habe ich meinem Herzen Luft gemacht und mit ihm über die Mißstände in unserem Betrieb gesprochen.


- aus seinem Herzen keine Mördergrube machen
Offen von einer Sache sprechen:
Sie machte aus ihrem Herzen keine Mördergrube und gestand mir auch, daß sie schon einmal im Gefängnis gesessen hatte.


- mir fällt ein Stein vom Herzen
Siehe FALLEN.


- das Herz auf dem rechten Fleck haben

Siehe FLECK.


HETZEN

- mit allen Hunden gehetzt sein
Überaus listig, schlau sein:
Dieser Betrüger ist mit allen Hunden gehetzt; so schnell wird ihm der Anklagevertreter nichts nachweisen können.


HEU

- er hat Geld wie Heu
Er hat sehr viel Geld:
Viele junge Mädchen träünwkvon einem Mann, der Geld wie Heu hat.


HEULEN

- mit den Wölfen muß man heulen
Es hat keinen Zweck, sich der Mehrheit entgegenzustellen:
Warum wollen Sie gegen den Beschluß opponieren? Man muß mit den Wölfen heulen.


HEUTE

- von heute auf morgen
Sehr schnell, ohne rechte Überlegung:
Eine solche Arbeit kann man nicht von heute auf morgen machen; man muß schon Zeit dazu haben.


HIMMEL

- den Himmel auf Erden haben
Ein schönes Leben haben:
Ich verstehe nicht, daß deine Frau unzufrieden ist. Sie hat doch wirklich den Himmel auf Erden.


- (wie) im siebenten Himmel sein
Überglücklich sein:
Seitdem sie verheiratet sind, leben sie wie im siebenten Himmel.


- ihm hängt der Himmel voller Geigen
Er ist überglücklich:

 Einem Brautpaar hängt der Himmel voller Geigen.


- j-n in den Himmel heben
J-n übermäßig loben:
Ich habe kein Vertrauen zu ihm, und wenn Sie ihn auch noch so sehr in den Himmel heben.


- Himmel und Hölle in Bewegung setzen
Alles versuchen, um etwas zu erreichen:
Wenn Sie in Ihrer Gerichtssache noch etwas erreichen wollen, müssen Sie jetzt Himmel und Hölle in Bewegung setzen.


- er lügt das Blaue vom Himmel herunter
Siehe LÜGEN,


HINAUSWOLLEN

- hoch hinauswollen
Sehr ehrgeizig sein, möglichst viel erreichen wollen:
Mein Bruder will in die Politik gehen. Ich habe den Eindruck, daß er noch hoch hinauswill.


HINEINFRESSEN

- den Ärger in sich hineinfressen
Den Ärger unterdrücken:
Friß den Ärger nicht in dich hinein! Sprich dich einmal mit deinem Mann aus!


HINEINKNIEN

- sich in eine Sache hineinknien
Sich mit einer Sache gründlich beschäftigen:
Bis ich mein Examen machen kann, muß ich mich noch sehr in die Arbeit hineinknien.


HINTERBEIN

- sich auf die Hinterbeine setzen oder stellen
Sich bemühen, sich anstrengen:
Wenn sie in die nächste Klasse versetzt werden will, dann muß sie sich noch sehr auf die Hinterbeine setzen.


HINTERN

- er setzte sich auf den Hintern
Er war sehr verblüfft (der Hintere, Hinterste, Hintern = das Gesäß):
Als wir die Nachricht erhielten, daß wir eine Weltreise gewonnen hatten, setzten wir uns vor Überraschung auf den Hintern.


HINTERTREFFEN

- ins Hintertreffen geraten
Benachteiligt werden:
Ein Wissenschaftler muß sich laufend mit den neuesten Ergebnissen der Forschung vertraut machen, um seinen Kollegen gegenüber nicht ins Hintertreffen zu geraten.


HINUNTERSCHLUCKEN

- man muß viel oder manches hinunterschlucken
Man muß sich viel oder manches gefallen lassen, man muß viel oder manches widerspruchslos hinnehmen:
Im politischen Leben muß man manches hinunterschlucken, wenn man die Nerven behalten will.


- ich schlucke es lieber hinunter
Ich sage es lieber nicht:
Ich wollte ihm auf seine Beleidigung etwas entgegnen, aber ich habe es lieber hinuntergeschluckt.


HINWEGSEHEN

- über etwas hinwegsehen
Etwas nicht beachten:
Wenn du mit deinem Mann gut auskommen willst, mußt du über seine Fehler hinwegsehen.


HINWEGSETZEN

- sich über etwas hinwegsetzen
Etwas außer acht lassen:
Er setzte sich über alle Warnungen hinweg und nahm den gefährlichen Weg zum Berggipfel.


HINZ - Hinz und Kunz
Jedermann, jeder beliebige (Abkürzung von „Heinrich" und „Konrad"):
Früher war „Die alte Klause" ein vornehmes Restaurant. Heute verkehrt dort Hinz und Kunz.


HIRNVERBRANNT

- eine hirnverbrannte Idee (derb)
Eine verrückte, dumme Idee:
Wie bist du nur auf diese hirnverbrannte Idee gekommen und hast dein Haus verkauft.


HOCH

- j-m etwas hoch und heilig versprechen
J-m etwas fest versprechen:
Ich bin sehr enttäuscht von dir, du hattest mir doch hoch und heilig versprochen, nicht mehr so viel zu trinken.


- das ist mir zu hoch
Das verstehe ich nicht:
Ich konnte den Ausführungen des Vortragenden nicht folgen, mir war das Thema zu hoch.


- es ist höchste Eisenbahn

Es ist höchste Zeit:
Nun mußt du aber schnell zur Schule gehen, es ist schon höchste Eisenbahn.


- den Kopf oder die Nase hoch tragen

Stolz sein:
Seine großen Erfolge ließen ihn mit Recht den Kopf hoch tragen.


HÖHE - nicht ganz auf der Höhe sein

Nicht voll leistungsfähig sein, sich körperlich nicht ganz wohl fühlen, kränklich sein:
Ich glaube, ich habe mich erkältet. Jedenfalls bin ich heute gar nicht ganz auf der Höhe.


- das ist doch die Höhe!
Das ist eine Unverschämtheit!:
Was erlaubt er sich nur für Frechheiten. Das ist doch die Höhe!


HÖHLE

- sich in die Höhle des Löwen begeben oder wagen
Direkt zum Chef gehen, sich in eine gefährliche Situation begeben:
Ich muß heute wegen meines Sonderurlaubs, den ich beantragt habe, in die Höhle des Löwen.


HÖLLE - j-m das Leben zur Hölle machen
J-m das Leben sehr schwer machen:
Der Mann machte seiner armen Frau das Leben zur Hölle.


- dort war die Hölle los
Dort war viel Lärm oder Aufregung:

In dem Bierlokal gerieten zwei Betrunkene in eine Schlägerei. Als die Polizei eintraf, war dort die Hölle los.


- j-m die Hölle heiß machen
J-n bedrängen:
Wir haben ihm die Hölle heiß gemacht, damit er seine Schulden bezahlte.


HONIG

- j-m Honig um den Mund oder ums Maul (derber Ausdruck) schmieren
J-m schmeicheln:
Du wirst bei unserem Chef nichts erreichen, wenn du ihm auch noch soviel Honig um den Mund schmierst.


HOPFEN

- da ist Hopfen und Malz verloren
Da ist alle Mühe vergeblich» da ist nichts mehr zu bessern:
Seine Mutter versuchte, ihn durch Zureden zu einem ordentlichen Leben zurückzuführen, aber da (oder bei ihm) war Hopfen und Malz verloren.


HÖREN

- das läßt sich hören
Das ist annehmbar:
Für alle älteren Angestellten ist eine Gehaltserhöhung vorgesehen?


Das läßt sich hören.


- lassen Sie mal etwas von sich hören
Geben Sie mir einmal Nachricht (, wie es Ihnen geht):
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie bei Gelegenheit mal wieder etwas von sich hören ließen.


HORIZONT

- das geht über meinen Horizont
Das verstehe ich nicht:
Von Atomphysik verstehe ich nichts, das geht über meinen Horizont.


HORN

— sich noch die Hörner ablaufen
Durch Schaden klug werden:
Junge Menschen müssen sich erst einmal die Hörner ablaufen, bevor sie vernünftig werden.


- in das gleiche Horn stoßen
Mit j-m gleicher Meinung sein:
Ursula und Inge sind immer einer Meinung. Wenn Ursula einen Wunsch hat, stößt Inge bestimmt in das gleiche Horn.


HOSE, HOSENBODEN

- seine Frau hat die Hosen an
Seine Frau regiert zu Hause:
Unter seinen Kollegen ist er als rechthaberisch verschrien, aber zu Hause hat seine Frau die Hosen an.


- sich auf den Hosenboden setzen
Fleißig lernen:
Wenn du in die nächste Klasse versetzt werden willst, mußt du dich aber noch ganz gehörig auf den Hosenboden setzen.


- j-m die Hose oder den Hosenboden stramm ziehen
J-n züchtigen, durch Schläge strafen:
Bei manchen Kindern ist es wirklich angebracht, ihnen von Zeit zu Zeit die Hosen (oder den Hosenboden) stramm zu ziehen.


- das Herz fiel ihm in die Hose
Er verlor den Mut:
Als er einen Kopfsprung ins Wasser machen sollte, fiel ihm vor Angst das Herz in die Hose.


- (sich) fast in die Hosen machen (derber Ausdruck)
Große Angst bekommen:
Als der Junge plötzlich den großen Hund vorsieh sah, machte ersieh fast in die Hosen.


HUHN

- mit j-m ein Hühnchen rupfen
J-n zur Rede stellen:
Wegen der Behauptungen werde ich mit ihr noch ein Hühnchen rupfen.


HÜHNERAUGE

- j-m auf die Hühneraugen treten
J-m zu nahe treten, j-n kränken, j-n verstimmen:
Anscheinend habe ich ihm auf die Hühneraugen getreten, denn er ist sehr böse auf mich.

HÜLLE

- in Hülle und Fülle
In großen Mengen, sehr viel:
Nach einem regenreichen Frühjahr gibt es Obst in Hülle und Fülle


HUND

- wie Hund und Katze leben oder s i c h . . . vertragen
In ständigem Unfrieden leben:
Die große Liebe der beiden Eheleute war sehr schnell vorbei. Heute leben sie wie Hund und Katze.


- er ist bekannt wie ein bunter oder scheckiger Hund

Er ist sehr bekannt:
Auf dem Spaziergang habe ich viele Bekannte getroffen, denn in meinem Heimatort bin ich bekannt wie ein bunter Hund.


- damit lockt man keinen Hund hinterm Ofen hervor
Das ist völlig reizlos, uninteressant:
Die Firma benötigt einen größeren Kredit, aber mit den niedrigen Zinsen, die sie bietet, lockt sie keinen Hund hinterm Ofen hervor.


- das ist ein dicker Hund

Das ist eine unangenehme Sache, ein schwerer Fehler:
In unserer letzten Monatsabrechnung habe ich einen dicken Hund gefunden.


- da liegt der Hund begraben
Das ist der wahre Grund:
Nicht weil es zu schwer war, bist du durch die Prüfung gefallen, sondern weil du das ganze Jahr zu faul warst. Da liegt der Hund begraben.


- auf den Hund kommen
Herunterkommen, in eine schlechte Lage kommen:
Er ist mit seiner Gesundheit ganz auf den Hund gekommen.


- vor die Hunde gehen
(Im Elend) zugrunde gehen:
Wir müssen dem jungen Mann helfen, bevor er ganz vor die Hunde geht.


HUNDERT

- vom Hundertsten ins Tausendste kommen
Nicht beim Thema bleiben:
Die Versammlung zog sich länger hin, als vorgesehen war; denn die Redner kamen immer vom Hundertsten ins Tausendste.


HUT

- Hut ab vor j-m (etwas)
J-d (etwas) ist bewundernswert:
Herr Müller hat sich vom einfachen Angestellten zum Abteilungsleiter hochgearbeitet. Da kann man nur sagen: Hut ab vor diesem Mann!


- vieles unter einen Hut bringen
Viele Dinge zusammenfassen:
Man hat es nicht leicht, die verschiedenen Wünsche der Familienangehörigen unter einen Hut zu bringen.


- sich etwas an den Hut stecken
Etwas behalten:
Von diesem Menschen nehme ich kein Geschenk. Das kann er sich an den Hut stecken.


HÜTEN

- das Haus hüten
Zu Haus bleiben:
Meine Eltern gehen heute abend zu einer Gesellschaft, und ich muß das Haus hüten.


- das Bett hüten
(Wegen einer Krankheit) im Bett bleiben:
Da mein Sohn an Grippe erkrankt ist, muß er auf ärztliche Anweisung eine Woche lang das Bett hüten.


HUTSCHNUR

- das geht mir über die Hutschnur
Das ist zuviel für mich:
Ich habe für vieles Verständnis, aber dein gestriges Benehmen geht mir denn doch über die Hutschnur.


Комментарии   

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