Регенсбург. Площадь Хайдплатц - Haidplatz. Аудиогид на немецком языке

 

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Auf dem Platz gibt es drei sehr interessante Gebäude, vor allem das graue Haus mit dem hohen Turm. Es handelt sich um das Luxushotel “Goldenes Kreuz”. Hier stieg schon Kaiser Karl V. regelmäßig ab. Es wird angenommen, dass der Kaiser hier Barbara Blomberg kennenlente, die Mutter des späteren Kommandanten Johann von Österreich.

Rechts neben dem Hotel befindet sich das Thon-Dittmer-Palais. An der Stelle des heutigen klassizistischen Palasts standen zuvor mehrere mittelalterliche Häuser. Eine Renovierung, in den Jahren 1800 bis 1809, veränderte das Äußere des Palastes vollständig. Eines der bekanntesten Mitglieder der Familie Thon Dittmer war Gottlieb von Thon Dittmer, ein holder Kämpfer für die Gerechtigkeit. Von 1836 bis 1848 war er Bürgermeister von Regensburg, und arbeitete später im Ministerium in München. Er war es, der eine grundlegende Reform der Verfassung vorbereitete. Diese bemächtigte fortan das Parlament, selbst mit Initiativen zu Gesetzesänderungen aufwarten zu können. Weiterhin sollte sie die Pressefreiheit garantieren und setzte entscheidende Schritte, die zur Befreiung der Bauern führten. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Palast von verschiedenen Bildungseinrichtungen genutzt. Bitte gehen Sie zum Innenhof des Palastes, in dem heute eine Theaterbühne ihren Platz gefunden hat. Zu Thon Dittmers Zeiten wurden hier Pferde gehalten. Ein Teil des Palastes beherbergt außerdem eine Bibliothek. Bitte drehen Sie sich einmal um und schauen Sie nach oben, wo Sie eine Uhr erblicken werden. Mit dieser Uhr in seinem Hof machte Thon Dittmer Furore. Uhren waren damals sehr teuer, und in der Regel konnten sich nur die Kirche und das Rathaus eine leisten. Wenn Adlige ihr Geld in den Kauf einer Uhr steckten, dann schmückten diese Uhren natürlich die Paläste, um vom Reichtum ihrer Besitzer zu künden. Als Ort für die Zurschaustellung kam also eigentlich nur die Hauptfassade infrage. Und hier hing nun eine Uhr - zum Erstaunen aller - in einem Hof! Hieraus ward bald ein berühmter Regensburger Witz geboren, nämlich, dass “Thon-Dittmers Pferde so formidabel ausgebildet und pünktlich seien, dass sie stets die genaue Uhrzeit wissen müssen". Auf der linken Seite ist ein weiteres hoch interessantes Objekt zu sehen. Es handelt sich um eine sehr alte Tür, die noch aus dem Mittelalter stammt und ein sehr einfaches, aber nützliches Detail aufweist. Treten Sie ruhig näher. Unter dem Schlüsselloch können Sie einen kleinen Bogen sehen. Er hilft, den Schlüssel in der Dunkelheit in das Schlüsselloch zu bekommen. In den alten Zeiten befand sich eine derartige Hilfe an jeder Tür. In Regensburg gab es Zeiten mit nächtlichen Ausgangssperren, so dass es diejenigen, die in den Kneipen saßen, riskierten, schändlicherweise in eine Zelle im Rathaus gesteckt zu werden. Also musste ein betrunkener Mann, wenn ihm die Stadtwache auf den Fersen war, schnellstens ins Haus kommen. Anderenfalls wurde der Säufer gefasst und in eine Zelle geworfen, in der sich am Morgen die Leute um den schlafenden Betrunkenen versammelten, ihn auslachten oder ihn mit Tomaten und Eiern bewarfen. Sitten und Moral waren eben streng geachtet. 


Bitte gehen Sie nun zum Haidplatz. Von hier aus sieht man links ein langes Gebäude. Es heißt Neue Waag und beherbergte die Stadtwaage. Der Zugang befindet sich unter dem Bogen, bitte gehen Sie hindurch, oder, falls das Gitter verschlossen ist, gehen Sie nur bis an die Gittertür selbst. Man erblickt ein Fenster, an dessen Seiten zwei Männer abgebildet sind. Es handelt sich um Johannes Eck und Philipp Melanchthon. Genau hier in diesem Gebäude fand 1541 ein religiöser Disput zwischen Katholiken und Protestanten statt. Philipp Melanchthon war ein enger Freund Martin Luthers. Luther, in Sachsen geboren, erhielt eine umfassende religiöse Erziehung und wurde unmittelbar nach Abschluss seiner Ausbildung in der Universitätskirche zu Erfurt zum Priester geweiht. Dort arbeitete er auch an seinen 95 Thesen. Der Papst forderte Luther unter Androhung drastischer Strafen auf, sein Drängen und Treiben zu beenden. Doch die Ideen des Protestantismus fanden inzwischen immer mehr Anhänger, so dass der Papst zur Verteidigung des katholischen Glaubens wahre Meister der Rhetorik hinzuziehen musste. Einer der Besten jener Zeit war Johannes Eck. Bei einer früheren religiösen Debatte in Leipzig, nahm Eck den protestantischen Philipp Melanchthon regelrecht auseinander. Martin Luther, der dem Papst versprochen hatte, sich nicht an öffentlichen Reden zu beteiligen, musste sein Wort brechen. Er sprach nun selbst bei solchen Streitgesprächen und mittlerweile hatte sich eine riesige Kluft zwischen Katholiken und Protestanten aufgetan. Die Debatte in Regensburg war 1541 von Kaiser Karl V. angeregt worden, da sich Europa einer großen Bedrohung - der türkischen Invasion – gegenüber sah. Karl V. brauchte ohne Ausnahme die Unterstützung aller Edelleute, sowohl der Katholiken als auch der Protestanten.

 

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