Нюрнберг, церковь Фрауенкирхе, Frauenkirche. Процессия курфюстов в полдень. Аудиогид на немецком языке

 

Mit finanzieller Unterstützung Kaiser Karl des IV. wurde die Kirche an dem Ort der einstigen Synagoge errichtet und bereits im Jahr 1358 eingeweiht. Lange Zeit war es die kaiserliche Kapelle, in der unter anderem der älteste Sohn des Kaisers Karl IV getauft wurde. Der Kaiser selbst ist übrigens an der Kirchenfassade, die auf den Platz blickt, dargestellt. Schauen Sie doch einmal hinauf. Rechts unter der Uhr können Sie eine bunte Skulptur eines Mannes sehen, der auf einem Thron sitzt. Das ist seine Hoheit. Jeden Mittag wenn die Uhr schlägt, schreiten sieben Kurfürsten an dem Kaiser vorbei.

 

 

Um wen genau es sich dabei handelt? Mal sehen. Beginnen war aber mit Karl selbst. Er wurde am 14. Mai 1316 in Prag geboren und da die Stadt im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurde, findet man dort noch immer das Haus, in dem der künftige Herrscher geboren wurde. Es ist merkwürdig, dass er bei der Geburt einen typisch tschechischen Namen - Vaclav - erhielt. Im Alter von sieben Jahren wurde Vaclav nach Paris gesandt, wo er in acht Jahren eine hervorragende und umfassende Ausbildung und seinen neuen königlichen Namen, Karl, erhielt. Der Lehrer Karls war der spätere Papst Clemens VI. Nach dem heroischen Tod seines Vaters, wurde Karl Herrscher über das Königreich Böhmen. Und im Jahr 1355 unter dem Namen Karl IV, wurde er zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt.

 

 

Sein ständiger Wohnsitz war Prag, aber auch Nürnberg war für Ihn von besonderer Bedeutung. Karl besuchte es 52 Mal. Er war ein temperamentvoller Mann. Die Distanz zwischen Prag und Nürnberg beträgt ca. 300 km. Die Grenze lag genau auf halbem Wege und so entschied der Kaiser, dass er nach Nürnberg auf seinem eigenen Gebiet reisen wollte und zog eine neue Grenze direkt entlang der Stadtmauer von Nürnberg. An der Wand eines Hauses in der Gegend am Erlenstegen, vor den Toren der Stadt in Richtung Prag, findet sich noch immer ein Schild mit der Aufschrift „Böhmische Grenze“. Nürnberg erfuhr jedoch keinerlei Schaden durch solche „Possen“, da die Stadt seit Beginn des 13. Jahrhunderts eine freie Reichstadt und nur dem Kaiser selbst direkt unterstellt war.


Zu Zeiten Karls IV gab es vielerlei Reformen. Zum Beispiel „das Gesetz gegen den Betrug am Konsumenten“. Jeder, der billig gebrautes Bier oder minderwertige Getränke verkaufte, wurde in einem Fass voll schlechtem Bier ertränkt. Jeder Bäcker, der seine Kunden bewusst mit luftig gebackenem Brot betrog, wurde festgenommen und ihm wurde eine Hand abgeschnitten. Auch rottete Karl IV die Wegelagerei praktisch aus. Allen Räubern wurde angeboten, entweder der Armee beizutreten oder hingerichtet zu werden. Solche Dinge wurden damals schnell erledigt. Die größte Leistung Karl des IV. war jedoch, Ordnung in die Frage um die Wahl des Kaisers zu bringen. Dieses Gesetz, die so genannte Goldene Bulle, wurde von Karl in Nürnberg im Jahre 1356 erlassen. Von nun an war das Amt des Kaisers wählbar. An den Wahlen konnten allerdings nur die Kurfürsten teilehmen. Das wirklich Interessante daran ist jedoch, dass sich der Papst seitdem tatsächlich aus dem Prozess der Kaiserwahl heraushielt.

Und so ziehen heute, an jedem Mittag, 7 dankbare Kurfürsten im Bogen um den Kaiser Karl IV herum und verbeugen sich vor ihm. Der Zug findet in der folgenden Reihenfolge statt: zuerst die Erzbischöfe von Mainz, Köln und Trier, dann der König von Böhmen, der Herzog von Sachsen, der Pfalzgraf vom Rhein und der Markgraf von Brandenburg. Karl IV verstarb 1378 und obwohl er zwei Söhne hinterließ, war keiner seiner Erben fähig, so klug wie der Vater zu regieren.

 

Смотрите и другие аудио-путеводители на русском, немецком и итальянском языках

 

Путеводители по Германии, России, Европе — возьми в дорогу:

 

Путеводители по странам со скидкой - 600*400

 

Выбери отель в Германии:

 

 

Авиабилеты в Германию, купи выгодно: